der Drehzahlregler

Der Drehzahlregler hat ein eigenes Ölbad, dessen Stand von Zeit zu Zeit kontrolliert werden muss. Wenn durch Leckagen der Regler trocken läuft und klemmt, kann es zum Übertouren und zur Zerstörung des Motors kommen.

Wenn der Regler zur Überholung der Wellendichtung oder zum Bürstenwechsel der Lima abgeschraubt werden muss, sind vorher ganz wichtige Punkte zu beachtenan. Bei regelmäßiger Wartung ist der Regler aber zuverlässig und genügsam. 

Dieser Beitrag richtet sich an Schrauber aus der Oldtimerszene, die oft vor entmutigendem Rost und Mangel an Information stehen.

Beim Trennen des Reglers vom Motor laufen die beiden Ölleitungen leer. Es ist für den Motor lebenswichtig, dass diese Leitungen vor dem Start wieder befüllt und entlüftet werden. Das ist nach der Anleitung unter dem Beitrag Ölversorgung nicht schwierig, wenn es sorgfältig gemacht wird.
Bei Motorstillstand drückt die Reglerfeder den Fußgashebel auf Leerlauf und die Reglergewichte in ihre Ruhestellung. Dabei wird über das Reglergestänge die Einspritzpumpe auf Vollgas gestellt.
Sobald der Motor läuft, schwingen die Reglergewichte aus und drücken gegen die Kraft der Reglerfeder über die linke Schiebemuffe und das Reglergestänge die Einspritzpumpe auf Leerlaufförderung.

Beim Gasgeben wird die Reglerfeder weiter gespannt. Dadurch steigt die Kraft der Reglerfeder gegen die Schwungkraft der Reglergewichte. Die Tourenzahl erhöht sich beim Gasgeben nur so weit, wie die ausschwingenden Reglergewichte das zulassen. Bei jeder Gashebelstellung stellt der Regler ein Gleichgewicht zwischen der Schwungkrft der Reglergewichte und der Kraft der Reglerfeder her.

Die auf der Zeichnung rote Einstellschraube am Reglergestänge wird so eingestellt und gekontert, dass zwischen dem losen (grau) und dem festen (rot) Regulierhebel kein toter Gang entsteht und zum "Sägen" des Motors führt.

Und so sieht der Regler von außen aus. Die rote Schraube dient zum Einstellen des Leerlaufs lt.Zeichnung bei gelöstem Gasgestänge. Mit der blauen Schraube wurde die Höchstdrehzahl von 2600 U/min für den D1206 oder 2800 U/min für den Lanz Alldog im Werk eingestellt. An ihr sollte ohne Drehzahlmesser nicht gestellt werden.

Die Drehzahl kann beim Bulli und D1206 am Mähwerksantrieb abgenommen werden und entspricht  mit 1085 U/min  =  2600 Motor-U/min.

Zu erkennen ist der Bosch-Öler mit den 3 Ölbohrungen:
oben: Zulauf
links unten: Zylinder
rechts unten: hinteres Kurbelwellenlager

In der am Öler angeflanschten Glocke sitzt der Ölerregulierhebel.
Daneben ist der Deckel vom Reglergestänge mit der Abstellvorrichtung zu erkennen.
Von den 3 Langaugen zur Montage des Reglers und zur Einstellung des Einspritzzeitpunkts sind nur 2 zu erkennen.

Unter dem Gashebel  links oben befindet sich für das Ölbad des Reglers die Öl-einfüll und =kontrollschraube.

Das Reglergestänge

Unter dem Deckel mit der Stop-Einrichtung befindet sich das Reglergestänge als Übertragungsorgan der Reglerimpulse an die Einspritzpumpe.

Die Reglerwelle ist gelb gezeichnet. Mit ihr fest verbunden und auch in gelb gezeichnet ist der Einstellhebel.  Der Steuerhebel ist grau gezeichnet. Er sitzt lose auf der Reglerwelle.

Oben ist an den grauen Steuerhebel aus ganz dünnem Stahlblech, hier in hellblau gezeichnet, der Anlenkhebel zur Einspritzpumpe angebracht. Er ist um seine Achse drehbar und hat am Ende ein längliches Auge zur Aufnahme der Regelstange, die hier in rot gezeichnet ist.

In Ruhestellung zieht der Regler automatisch das Reglergestänge in Volllaststellung, wie hier auf dem Bild gezeigt. Nach rechts bewegt sich die rote Regelstange in die Stop-Stellung. Dabei drückt der mit Bowdenzug betätigte Stop-Hebel auf den Schraubenkopf des Einstellhebels und schwenkt den Steuerhebel nach rechts.

Vor dem hellblauen Anlenkhebel sind auf der Zeichnung 2 Zugfedern zu sehen. Die obere wird mit ihrer Hakenöse in die Fräsrille der roten Regelstange eingehängt und schaut mit dem geraden Ende aus dem Reglergehäuse in Richtung des Bosch-Ölers heraus. Auf dieser Zeichnung ist sie noch nicht eingehängt und zeigt ihre Stellung im entspannten Zustand der unteren Zugfeder. Die ist rechts in die obere Zugfeder eingehängt und links in eine kleine im Reglergehäuse verankerte Drahtöse.

Diese untere Zugfeder zieht die Reglerstange und mit ihr über den hellblauen Anlenkhebel den grauen Steuerhebel nach links in Richtung Vollast bis zum Anschlag des Einstellhebels auf der Reglerwelle. Der Drehzahlregler bestimmt also über den gelben Einstellhebel, wie weit die rote Regelstange nach links in Richtung Vollast gezogen werden kann. 

Die obere Zugfeder dient nur zum Einhaken der unteren Zugfeder und zur Übertragung der Reglerimpulse an den in hellgrün gezeichneten Mengenregulierhebel des Bosch-Ölers. An dessen äußerem Ende ist drehbar eine Klemmhalterung für das gerade Ende der oberen Zugfeder angebracht.

.Einstellungen:

Bei der Montage darf auf keinen Fall das gerade Ende der oberen Zugfeder verbogen werden. Zur werksmäßigen Einstellung wird der Mengenregulierhebel in Pfeilrichtung (Volllast) gedrückt und dann das Drahtende eingeklemmt. Dabei muss mit einem 10mm Gegenschlüssel verhindert werden, dass sich die Klemmvorrichtung dreht und den Draht verbiegt.

Wenn beim Abstellen des Motors die Anschlagschraube des Mengenregulierhebels ein weiteres Ausschwenken nach rechts verhindert, erlaubt die obere Zugfeder die notwendige Streckung.

Die gelbe Einstellschraube dient dazu, das Reglergestänge mit dem Regler abzustimmen.  Nach Montage aller Gestängeteile wird sie so weit herausgedreht, dass ein Spalt zum grauen Steuerhebel entsteht. Danach wird sie behutsam hineingedreht, bis das Spiel zum Steuerhebel aufgehoben ist, und dann gekontert. Andernfalls neigt der Motor zum Sägen
Oskar